DYNALP
Ein ambitiöses Unterfangen. Denn hinter dem Leadpartner, der Vorarlberger Gemeinde Mäder, und den nationalen Partnern in fünf weiteren Alpenländern versammelten sich 52 alpine Gemeinden und Regionen mit ebenso vielen Projekten zu vier Protokollen der Alpenkonvention (Tourismus, Naturschutz und Landschaftspflege, Berglandwirtschaft sowie Nachhaltige Entwicklung und Raumplanung). 40 der beteiligten Gemeinden sind Mitglieder des Gemeindenetzwerks. Mit Hilfe des DYNALP-Projekts wollten die Gemeinden lokales Wissen über die Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum mobilisieren. Neben den Gemeindeprojekten war der Erfahrungsaustausch über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg das wichtigste Ziel von DYNALP.
Drei zentrale Herausforderungen
- Die Koordinierung der Umsetzungsprojekte
Die Partner und Co-Partner begannen mit ihren Gemeindeprojekten unter sehr
unterschiedlichen Voraussetzungen. Manche hatten ihre Projektidee bereits zu Beginn parat und starteten sofort durch. Andere wussten zwar schon was sie machen wollten, mussten aber noch so manche Hürden wie Finanzierungen, Bewilligungen, politische Beschlüsse usw. überspringen. Wieder andere machten sich erst auf die Suche nach dem bestgeeigneten Projekt. Dadurch und auch wegen unterschiedlicher nationaler Möglichkeiten gestaltete sich die Koordination auf Länder- wie auf internationaler Ebene teilweise mühsam, letztlich aber erfolgreich – vor allem dank außergewöhnlich engagierter nationaler BeraterInnen.
- Das zentrale Projektmanagement
Hier galt es, die Erfahrungen aus den Umsetzungsprojekten für alle nutzbar zu machen und geeignet zu kommunizieren. Dafür standen von Anfang an in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Slowenisch die Website mit ihrer ausgefeilten Struktur, elektronische Kurzinfos und das gedruckte Netzwerk-Info zur Verfügung. Sehr gut besucht und inhaltlich ertragreich waren die diversen internationalen Veranstaltungen im Rahmen von DYNALP. Als besonders erfolgreich erwiesen sich die vier Themen-Workshops. In ihnen wurden praktische und brauchbare Inhalte präsentiert, diskutiert und weiter bearbeitet und von den TeilnehmerInnen zu Hause realisiert. Wesentlicher Garant für ein fruchtbares Projektmanagement waren die beiden zentralen Gremien – Steering Committee (DSC) und Support Team (DST) mit dem Projektsekretariat – und deren gute Zusammenarbeit. DSC und DST gemeinsam gelang es die 52 Umsetzungsprojekte zu betreuen und erfolgreich zu begleiten.
- Das Interreg-Management
Von allen dreien die größte, weil erst unbekannteste und dann mühsamste Herausforderung. Für kleinere Gemeinden, aus denen das Gemeindenetzwerk und die Projektträgerschaft zur Gänze bestehen, stellten die administrativen Vorgaben und die starren Strukturen von Interreg IIIB trotz der Unterstützung durch die offiziellen Stellen Managing Authority und Joint Technical Secretariat schwer überwindbare Hindernisse dar. Dass trotzdem ein antragskonformer Abschluss erreicht werden konnte, ist im Wesentlichen der Ausdauer im Projektsekretariat und beim DST zuzuschreiben.